TRACKS

Petra Polli, N 46°66’87” O 12°40’10”
N 46°66’87”
O 12°40’10”
Tusche auf Leinwand
100x100 cm, 2017
Petra Polli, WILD
N 46°32’41,6”
O 11°34’46,5”
Tusche auf Leinwand
140x100 cm, 2016
Petra Polli, N 46°31’56” O 11°35’6”
N 46°31’56”
O 11°35’6”
Tusche auf Leinwand
81x145 cm, 2013
Petra Polli, N 44°51’05.1” O 15°36’01.4”
N 44°51’05.1”
O 15°36’01.4”
Tusche auf Leinwand
80x60 cm, 2016
Petra Polli, N 46°48’28” O 11°24’96”
N 46°48’28”
O 11°24’96”
Tusche auf Leinwand
100x100 cm, 2017
Petra Polli, N 44°51’03.8” O 15°36’03.0”
N 44°51’03.8”
O 15°36’03.0”
Tusche auf Leinwand
80x60 cm, 2016
Petra Polli, N 46°32’33” O 11°34’23”
N 46°32’33”
O 11°34’23”
Tusche auf Leinwand
100x140 cm, 2014
Petra Polli, N 46°32’38” O 11°34’15”
N 46°32’38”
O 11°34’15”
Tusche auf Papier
70x100 cm, 2013
Petra Polli, N 46°32’38” O 11°34’17”
N 46°32’38”
O 11°34’17”
Tusche auf Papier
70x100 cm, 2013

Petra Polli beschäftigte sich in ihrer Malerei seit vielen Jahren mit dem urbanen Raum und seinen Symbolen. Nun taucht sie mit der Serie „Tracks“ ganz tief in das Dickicht des Waldes ein. Im Gegensatz zu den vielen Schichten von pastösem Farbauftrag und den exakt gezogenen geraden Linien der urbanen Flächen ihrer anderen Serien, bewegt sich Polli hier hin zu einem leichten, flüchtigen Umgang mit Pinsel und Tusche auf Leinwand oder Papier. Als völliges Gegenmodell zu ihren städtischen Motiven ist die dargestellte Natur in diesen Arbeiten ungezähmt und wild. Ausgangsmomente für die Arbeiten sind digitale Farbfotos, welche die Künstlerin von ihren Streifzügen durch den Wald mitbringt, und welche sie anschließend in einem Akt der Reduktion und Abstraktion mit schwarzer Tusche auf weißer Grundierung in Zeichnung übersetzt. Der konkrete Ort, nur mehr erkennbar an den GPS-Koordinaten des Werktitels, wird zu einem symbolischen Ort in der Natur, unberührt und jenseits jeglicher kultureller Eingriffe durch den Menschen. Eine Entschleunigung der Linien weg vom Rechtwinkligen hin zum Organischen, eine Reduktion der Farben weg vom grellen Bunt hin zu Schwarz/Weiß, und eine Reduzierung von Gewicht, weg von vielen Farbschichten hin zu einem flüchtigen Arbeiten auf einer Ebene, dies sind die Grundlagen dieser Serie, deren zeichnerische Spuren sich bis ins Abstrakte auflösen. Im Kontrast zu den schwarzen Schatten im dunklen Wald ist es nur das hell strahlende Licht, welches die Umrisse und Formen der Bäume und Äste, des Unterholzes und des Waldbodens für unsere Augen erkennbar werden lässt. Wir haben das Gefühl das schon erlebt zu haben, wenn die Sonne so hell leuchtet, dass sich die Welt in Hell und Dunkel auflöst, und wir nur mehr Wärme und Kälte spüren.

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