FRAGMENTE

Auswahl aus der Serie


Diese Arbeit setzt sich mit dem Phänomen der Tags auseinander. Mit Tags sind Schriftzüge, Namenskürzel und alles was auf Stadtmauern oder dergleichen zu finden sind, gemeint. Diese Tags brechen in den Stadtraum ein und werden meist als störend empfunden. Diese Arbeiten sollen die Ästhetik dieser Namenskürzel hervorheben und sichtbar machen. Die Autoren dieser Tags wollen mit gut leserlichen Namenskürzeln ihre Existenz aufzeigen und sich repräsentieren. Für die Öffentlichkeit bleibt die Bedeutung dieser Zeichen allerdings verborgen. Für Insider wiederum werden die Wände der Städte zu regelrechten Zeitungsblättern und es entsteht ein neues System der Kommunikation. Die Tags werden ihrem Umfeld entrückt und in ein neues Spannungsfeld eingefügt. Tags als Zeichen der Rebellion werden somit ihrer ursprünglichen Intention beraubt. Auch die Bildtitel beziehen sich auf den Stadtraum. Es sind Sprüche an Hausmauern. Die ästhetische Vorliebe für alte abbröckelnde Hausfassaden wird in den Bildern übertragen, indem durch Auswaschen und Wegkratzen Übermalungen hervortreten und somit Verborgenes wieder an die Oberfläche dringt. Das Geschriebene kann also nie vollkommen beseitigt werden und gelangt immer wieder zurück.

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